Der Präsident von Somaliland führt einen neuen jährlichen Wiederaufforstungstag ein

Muse Bihi Abdi, president of Somaliland plants a tree in Hargeisa, Somaliland. Shown R-L: Somaliland Minister of Environment Shukri Ismail Bandare, Minister of Agricultural Development Ahmed Mumin Seed. In the background accompanied by police commander, General Abdilahi Fadal Iman, former spokesman of the presidency. Director of Ministry of Environment, Director General of the Presidency Mohamed Ali Bile, Minister of Defense Cise Ahmed Yusuf. Photo Credit: Hamse Ahmed Ismail, Especial Presidency Photographer.
Gregory McGann
26 Juli 2018

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WAGENINGEN, Niederlande (Landscape News)Die neue Aufforstungsinitiative unter dem Namen „Somaliland National Tree Day“ soll jährlich stattfinden, um einer der größten Umweltbedrohungen zu begegnen, mit der die halbautonome Region am Horn von Afrika zu kämpfen hat.

Eine verheerende sechsjährige Dürre hat den Viehbestand in Somaliland praktisch vollständig vernichtet und Nutztierhalter gezwungen, alternative Einkommensquellen in der Holzkohleproduktion zu suchen, was zu einer weitgehenden Entwaldung geführt hat, so ein Universitätsprofessor im Rahmen eines von der Universität Wageningen in den Niederlanden organisierten Workshops zur Landschafts-Governance.

Sied Muhumed Jibril, Vizepräsident für Lehre und Forschung an der Universität von Hargeisa in Somaliland, sprach mit Landscape News über die neue Aufforstungsinitiative der Regierung, die ins Leben gerufen wurde, um den Auswirkungen der Entwaldung durch das Abholzen von Bäumen durch die Bevölkerung entgegenzuwirken.

„Den Menschen ist nicht bewusst, dass sich das Fällen der Bäume wieder zyklisch auf die Lebensgrundlage der Gemeinschaft auswirkt“, sagte Jibril unter Verweis auf die Verschlimmerung der Dürre durch die Entwaldung.

Am 15. April startete der Präsident von Somaliland, Muse Bihi Abdi, ein Programm zur Bekämpfung der Entwaldung und verfügte, dass Millionen von Bäumen gepflanzt werden sollten, um dezimierte Wälder aufzuforsten.

Anlässlich des ersten „Somaliland National Tree Day“ wurden die 4 Millionen Einwohner des Landes aufgefordert, 100 000 Bäume zu pflanzen, das Abholzen einzustellen und Umweltprobleme zu diskutieren, um das Bewusstsein dafür zu schärfen, wie man die lang anhaltende schwere Dürre, die die Region hart getroffen hat, am besten bekämpfen kann.

Einem Bericht der Somali Ecological Society zufolge sind die Umweltschäden in Somaliland, das die Unabhängigkeit von Somalia anstrebt, international aber nicht anerkannt ist, in hohem Maße dem Verbrauch, illegalen Handel und Export von Holzkohle zuzuschreiben.

Darüber hinaus haben die Rodung von Vegetation, die Überweidung, die Bodenerosion, die Entwaldung und die allgemeine Erschöpfung der natürlichen Ressourcen zu einem Biodiversitätsverlust geführt.

„Die Aufforstungsinitiative ist eine gute Sache, die dazu beitragen kann, die Umwelt zu pflegen, zu schützen und zu erhalten“, sagte Jibril. „Sie ist eine großartige Gelegenheit, zu verhindern, dass sich eine solche Dürre wiederholt.“

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